Paya Počajová

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Meine kreative Reise

Die Leute fragen mich nach meinem wundersamen Rezept für Erfolg mit Kunsthandwerk. Dann lächle ich immer und merke erst wie glücklich ich bin ... es ist wirklich eine Freude mit etwas Geld zu verdienen, das man wirklich liebt. Als ich für große Unternehmen arbeitete, erfüllte ich die Vorgaben meiner Arbeitgeber, und ich gebe zu, ich habe eine Menge gelernt. Die Bank lehrte mich, wie man sich um seine Kunden bemüht und wie man sein 'Produkt' anbietet.

Viele Jahre habe ich Erfahrung und Kenntnisse gesammelt, wenn ich genäht habe oder einfache Dinge für zuhause hergestellt habe. Meist weil ich entweder nichts schönes oder gutes in Geschäften gefunden habe oder weil ich nicht genug Geld hatte um sie zu kaufen, oder weil ich einfach was originelles und einzigartiges haben wollte.

Aber es hat sich dann die Erkenntnis durchgesetzt - und es ist wirklich ganz simpel - ich mag es einfach DInge zu 'kreieren', kreativ zu sein. Es hat mir auch Freude bereitet, Menschen mit ihren Hypotheken zu helfen, aber wirklich leidenschaftlich bin ich erst bei der Sache, wenn ich etwas mit meinen Händen herstellen kann.

Mit Schmuck fing ich an als ich noch angestellt war. Ich verteilte meine Produkte unter meinen Freunden. Eine liebe Freundin bot mir an, meine Sachen professionell zu fotografieren. Sie hat mich auch dazu gedrängt, meinen ersten Online-Shop zu eröffnen. Ebenso meine erste Social Media-Seite, nur so zum Spass, und sie erfand auch meinen nunmehrigen Markennamen.

Die Leute fingen an, meine Sachen zu kaufen. Das motivierte mich immer mehr zu machen, weil es eine Menge 'Fans' zu geben schien, die meinen Geschmack teilten. Nach einer langen Pause setzte ich mich wieder an meine Nähmaschine und begann Buchweizen-, Dinkelhülsen- und Lavendel-Heizkissen zu nähen. Vor mehr als 5 Jahren fing ich auch an meine Produkte auf Märkten zu verkaufen. Ich erinnere mich noch an meinen ersten großen Markt, an diesem Tag verkaufte ich sogar die Ohrringe, die ich selber trug ... silberne mit Flussperlen. Einmal, vor Weihnachten, musste ich 60 Kissen innerhalb von 2 Tagen nähen. Ich nahm mir frei und arbeitete 8 Stunden durch. Als ich dann meinen Job kündigte, wusste ich nicht, ob ich damit genug Geld verdienen würde. Zusätzlich arbeitete ich dann auch ehrenamtlich in der alten Markthalle mit.

Zu dieser Zeit fing ich an mich mit einer neuen Idee von 'Upcycling' und 'Redesign' von Kleidungsstücken zu beschäftigen, aus denen die Leute herausgewachsen waren, oder denen sie überdrüssig geworden waren ... ich machte einfach was neues draus. Zu Beginn zerschnitt ich meine eigenen Pullover und nähte meine erste 'Patchwork-Pullover-Upcycling-Decke'.

Das war etwas, das noch niemand hatte. Dann nähte ich Babydecken, Wickeldecken, Ponchos, Pölster auf die selbe Weise. Ich 'baute' Männerhemden zu Frauenschürzen um, ich machte Vintage-Kissen aus alten Vorhängen und Spitzen. Ich wollte was einzigartiges produzieren. Schmuck mache ich immer noch von Zeit zu Zeit, aber seit damals ist Nähen und Upcycling meine Hauptbeschäftigung.

Darüber hinaus gebe ich manchmal Grundkurse für Nähmaschinen-Nähen.

Ich glaube es ist wirklich, wichtig Kunsthandwerk auch online zu verkaufen. Dazu musst du konsequent sein und Bilder mit Emotionen zeigen. Triff deine Kunden persönlich, wenn möglich, sprich über deine Arbeiten und finde immer neue Wege, um Ideen zur Vermeidung von 'Wegwerfen' umzusetzen.

Planung und Organisation ist wichtig, und ich schätze die Hilfe meiner Familie und von Freunden sehr, sie haben mich immer unterstützt.

Meine kreative Reise startete in meiner Kindheit und führte durch meine Karenzzeiten und meine Bankkarriere. Mein kleines Unternehmen habe ich nun offiziell set mehr als 4 Jahren, und ich freue mich immer noch darüber, dass ich den Mut hatte meinen Job zu kündigen. Ich wusste ich hatte Talente, die ich teilen musste.

Ich danke allen, die an mich glauben und meine 'Fans' sind.

Paya Počajová